Geb., 150 S.

€ 14.90

ISBN 978-3-85286-110-4

Viktorija Kocman

Ein Stück gebrannter Erde

Die Beziehung einer Serbin und eines Kosovaren, die beide in Wien leben, wird durch den Balkankrieg zunehmend belastet …

Wien, Ende der 90er Jahre. Marina und Armin, beide aus Ex-Jugoslawien, sind seit zehn Jahren ein Paar. Marina, Psychologiestudentin vor dem Examen, ist Serbin, ihr Freund Armin Kosovare. Er hat eine gut bezahlte Stelle bei einer Versicherungsgesellschaft. Beide haben sich von ihrer Herkunft distanziert und ihrer Wiener Umgebung angepasst. Die politische Situation auf dem Balkan indes spitzt sich zu, Ende 1998 verschärfen sich die Fronten auch zwischen Serben und Kosovaren - Marina und Armin befinden sich plötzlich auf verfeindeten Seiten, ohne selbst involviert zu sein. Dies wirkt sich immer stärker auf ihre Beziehung aus. Als Armin bei seiner Familie in Priština zu Besuch ist, wird seine Schwester Arieta vergewaltigt und ihr Freund Driton ermordet. Die Eltern schicken Arieta, um sie in Sicherheit zu bringen, mit Armin nach Wien. Arieta jedoch erträgt dort die Anwesenheit der Serbin Marina in der gemeinsamen Wohnung nicht …
Erzählt wird die Geschichte aus den Perspektiven der beiden Frauen, zwei Stimmen, eine albanische und eine serbische, die beide für sich gültig sind.
Die Autorin fasziniert mit schnörkellosen, fast kargen und gleichzeitig sehr eindringlichen und bewegenden Bildern.

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