Br., 148 Seiten

€ 12.50

ISBN 978-3-85286-070-1

Agáta Gordon

Ziegenrouge

Die junge Protagonistin und Ich-Erzählerin Leona zieht mit ihrer Geliebten aufs Land in ein Waldhaus nahe einem ungarischen Provinzdorf. Nach jahrelangem Versteckspiel in der Enge der Familien, im Internat und im StudentInnenwohnheim soll hier nun endlich ein unbeschwertes gemeinsames Leben beginnen.

Doch die Dorfgesellschaft reagiert mit Argwohn, aufdringlichem Mißtrauen und Feindseligkeit auf die beiden Frauen - ihre "unübliche" Beziehung hat im starren konventionellen Provinzgefüge keinen Platz.
Als ein weiteres Lesbenpaar die Bühne der Handlung betritt, scheint sich die Situation zunächst für alle vier zu entspannen. Dann jedoch verliebt sich die Freundin der einen in die Freundin der anderen … und das fragile Beziehungsgeflecht zerreißt. Leona vermag der psychischen Belastung nicht länger standzuhalten und läßt sich von zwei Freundinnen in eine psychiatrische Klinik bringen.
Hier beginnt Leonas Geschichte, erinnernd erzählt, von ihrer frühesten Mädchenzeit ausgehend, als sie bereits wußte, daß sie lesbisch ist. Ohne ins Rührselige, Selbstmitleidige abzugleiten, gelingt es der Erzählerin, eindringlich und atmosphärisch dicht die erlittenen Zurückweisungen und vielen Kränkungen zu schildern, die sie schließlich in tiefste Melancholie zurückwerfen.

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