288 Seiten, Klappenbroschur

€ 16.90

ISBN 978-3-85286-187-6

Als E-Book in allen einschlägigen Stores erhältlich.

Jan Kossdorff

Spam! Ein Mailodram

Roman

Gut gegen Langeweile! Alle sieben Sekunden lachen!
Spam! ist: schräge Lovestory, Internet-Satire und Büro-Comedy in einem.

Betreff: Ein Dotcom-Unternehmen im Jahr 2000, ein rebellierender Jungmanager, die umwerfende neue Projektleiterin und eine halsbrecherische Talfahrt in Richtung Börsencrash.

Panik auf der Titanic im weltweiten Web: Die Internetfirma, für die der Twenty Something Alex als Community-Betreuer arbeitet, verliert ihre Investoren! Der von seinem Job schwer genervte Email-Junkie sieht seiner Kündigung gelassen entgegen – bis die hinreißende und ambitionierte Judith anheuert ...

Spam! ist Love-Story, Internet-Satire und Office-Comedy – verpackt in 300 Emails, die Alex innerhalb von zwei turbulenten Wochen verschickt und erhält! Vom Autor der "Sunnyboys" – nominiert für den Preis der Hotlist 2009.

Jan Kossdorff, der Autor des Bestseller-Debüts Sunnyboys, war mitten drin, als eine der am schnellsten wachsenden Internetfirmen 2000 ihren spektakulären Börsencrash erlebt hat. Nach dem Platzen der Blase hat er seine Erlebnisse in einen E-Mail-Roman gegossen. Jetzt – da sich das Millenium mit seinen großen Dotcom-Pleiten zum 10. Mal jähren – erscheint dieses bissige "Mailodram" erstmals in Buchform!







Hallo Bine!
Es geht mir nicht gut. Ich gehe sogar so weit zu sagen, es geht mir schlecht. Gäbe es ein Aspro, das groß genug wäre, meine Kopfweh auszulöschen, ginge es nicht in einem Stück in meinen Mund hinein. Nach Durchsicht meiner Mails verdichtet sich der Verdacht, dass ich mich gestern nicht eben klug benommen habe, dermaßen, dass man schon getrost von einer Gewissheit sprechen kann. Aber immerhin weiß ich jetzt Bescheid. Das ist weitaus angenehmer als der Status vor 2 Stunden: Ich erwache. Mein erster Gedanke: Oje, ich war saufen. Alle Indizien sprechen dafür: ein Geschmack im Mund, als wäre vor 14 Tagen unbemerkt eine Spitzmaus unter meiner Zunge gestorben; Durst wie nach dem Verzehr von 4 Scheibtruhen Sand und Schotter; Kopfweh biblischen Ausmaßes, bevor ich den Schädel auch nur einen Millimeter bewegt habe. Die Augen lasse ich vorsichtshalber noch geschlossen. O.k., Erinnerungs-Engine anwerfen! Ich kann mich erinnern, dass ich mit 12 ein Trampolin geschenkt bekommen habe, dann ist Schluss.
Zweiter Versuch: Ich bin bereits erwachsen, kein 12-jähriger kann so saufen. Ich arbeite in einer Internetfirma. Warm! Ich bin im Großen und Ganzen kein besonders glücklicher Mensch. Heiß! Das meiste fällt mir jetzt wieder ein! Gut, jetzt vollen Fokus auf den gestrigen Abend! Es ist nach 17 Uhr, und wir trinken Bier im Büro. Was dann? Wir trinken immer mehr Bier. Stimmt, weiter so! Irgendwas mit Judith ... Oh nein! Sie fährt mit Holger nach Rom!
Ich wimmere und drehe mich auf den Bauch. Ein fataler Fehler. Mein Kopfschmerz jubiliert und sprengt Teile meines Kleinhirns in die Luft. Ich drehe mich langsam wieder auf den Rücken, weil ich so weniger versucht bin zu kotzen. Ich muss wahnsinnig dringend pissen und öffne die Augen. Das ist nicht meine Wohnung. Es ist definitiv eine Fremdwohnung. Ich hebe die Decke: Ich bin nackt. Meine Nieren sind mir nicht entfernt worden, immerhin. Ich stemme mich mühsam hoch, finde meine Unterhose und mache mich auf die Suche nach dem Klo. In meinem Kopf hämmert es wie wahnsinnig, ich habe Kopfgeburtsschmerzen. Ich finde ein Klo, und da ist ja auch der Garfield-Kalender! Immer noch nicht lustig.

Zitate

Gleich gut wie ein früher Nick Hornby.
FORMAT

Spam! ist einfach zum Schreien komisch!
literaturhaus.at

Jan Kossdorff hat ein Mailodram verfasst, das tiefe satirische Einblicke in den Lebensraum Büro vermittelt.
Er öffnet die Bürotüren und Posteingänge aller Beteiligten auf sympathisch bitterböse Art zwei Wochen vor dem Eklat und spinnt parallel eine Liebesgeschichte. (...) Ein Jungautor "zur Nachverfolgung" zu kennzeichnen.

derStandard.at

Das ist ein E-Mail-Roman. Aber nicht so glatt wie von Daniel Glattauer. Sondern unverschämt, bissig und gegen den Strich. Und lustig.
Kurier

Das ist ein E-Mail-Roman. Aber nicht so lieb wie von Daniel Glattauer. Sondern unverschämt, bissig und gegen den Strich. Und lustig.
Kurier

SPAM! ist ein ironischer Pageturner. (...) Schon das Cover, das an Schundhefte der 1950er Jahre, Stichwort Pulp Fiction, erinnert, ist zum Niederknien. Jan Kossdorff ist mit SPAM mehr als nur ein veritabler Nachfolger seines Bestsellers Sunnyboys gelungen! Und wie verrät schon der Buchrücken: Alle sieben Sekunden ein Lacher!
SLAM-Zine

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