398 S., Klappenbroschur

€ 18.90

ISBN 978-3-85286-176-0

Vergriffen

Jan Kossdorff

Sunnyboys

Eine menschliche Komödie um Beziehungen, Verhältnisse, Affären und retour.
Ein unprätentiöses Buch für alle, die einen temporeichen Trip in männliche Gefühlswelten unternehmen wollen.

Irrungen, Wirrungen: Eigentlich hat sich Clemens Kommenda in seinem Leben bequem eingerichtet.
Er führt gemeinsam mit seinem Bruder Claudio ein gut gehendes Sonnenstudio. Seine Freundin, die attraktive und fürsorgliche Volksschullehrerin Martina, wäre die ideale Kandidatin für die Rolle der Ehefrau und Mutter seiner Kinder.
Aber: Erstens gibt’s da noch die Affäre mit Jenny, zweitens arbeitet Clemens im Nebenjob als Privatdetektiv und drittens gerät er dadurch in die Situation, die alles verändert. Er erhascht einen entlarvenden Blick auf seine Eltern und all die Dinge, die bisher nicht ausgesprochen wurden, drängen nun an die Oberfläche. Clemens erkennt: Nicht nur seine Eltern haben ein Doppelleben geführt.

Wir treffen Ernst-Peter und Andrea im indischen Restaurant „Bombay“. Ich schätze den Laden nicht besonders, weil sich die Kellner für besonders witzige und schneidige Entertainer halten, worin sie sich wirklich irren. Außerdem wollen sie einem neben dem Essen auch noch Seidenkrawatten andrehen. Und sie servieren, wenn man sein Bier geleert hat, ungefragt ein weiteres, mit den Worten: „Eines geht noch!“.
Der letzte Punkt wird heute aber nicht meinen Zorn erregen, ich habe vor, mir einen Rausch anzutrinken. Größenmäßig schwebt mir etwas Solides und für einen Freitag am Ende einer vernichtenden Woche Angemessenes vor; nichts, das in der Notaufnahme oder auf dem Küchenboden in einer fremden Wohnung endet, aber doch ein Fetzen, der gewisse Erleichterungen wie gnädiges Vergessen oder totale Gleichgültigkeit verspricht. Ich wette, dass Ernst-Peter, Andrea und Martina auch eher feuchte Träume von diesem Abend haben, ja, ich bin zuversichtlich, dass unser aller Wohlbefinden heute Abend nur eine Frage des Spiegels ist. Als Martina und ich Ernst-Peter und Andrea begrüßen und Platz nehmen, denke ich mir: He, wir sind das glückliche Paar, wer hätte das gedacht? Ernst-Peter sieht düster und stumpf aus, ein abgearbeiteter, enttäuschter Tor, und Andrea blickt uns kaum in die Augen, für sie ist das hier nichts als eine unliebsame Verpflichtung, ganz klar.
Während wir die Karte begutachten, studiere ich in Wirklichkeit Andrea, ich habe sie lange nicht mehr aus der Nähe gesehen und bin einigermaßen neugierig.
Schließlich bringt sie sowohl Ernst-Peter als auch meinen Bruder seit vielen Jahren um den Verstand, das kann ja nicht von gar nichts kommen. Ihr Outfit ist bemerkenswert: Sie trägt am ganzen Körper schwarzes Leder, unten in Form eines knielangen Rocks und hohe Stiefel, oben in Gestalt einer bis unter den Hals zugeknöpften, eng anliegenden Jacke, die gleichzeitig sexy und dominant aussieht, so ein Teil, das einem zuerst einmal stehen und das man sich dann noch trauen muss. Wobei ich fast vermute, dass ihr völlig egal ist, wie ihre Aufmachung bei anderen ankommt. Ernst-Peter wirkt neben Andrea jedenfalls wie ihr zuverlässiger, aber unter einer potenten Pechsträhne leidender Anlageberater.

Zitate

Wir Männer unsensibel?! – Jan Kossdorff und seine Sunnyboys zeigen, dass wir uns in Wirklichkeit unheimlich viele Gedanken machen, bevor wir wieder das völlig Verkehrte tun ... Und das macht verdammt viel Spaß zu lesen!
Robert Kratky, Radio Ö3

Eine Wiener Komödie mit einer kleinen feinen Orgie im Mittelteil. Das Buch fällt schon durch das Cover auf – und das soll es auch!
Kurier

Die wienerische Variante des Männerlebens!
Café Puls TV (ProSieben Österreich)

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