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Franziska zu Reventlow

(1871–1918) Franziska zu Reventlow wurde im Schloss von Husum geboren. Nach dem Besuch eines Pensionats in Altenburg und des Lehrerinnenseminars in Lübeck wurde sie früh Anhängerin der emanzipatorischen Vorstellungen Henrik Ibsens. Um Streitigkeiten mit der nach Lübeck übergesiedelten Familie zu entkommen, floh sie 1892 nach Hamburg, wo sie ihren Mann Walter Lübke kennenlernte. Mit dessen finanzieller Hilfe ging sie 1893 nach München-Schwabing, um sich als Malerin ausbilden zu lassen. Vor allem aber arbeitete sie hier als Übersetzerin aus dem Französischen, veröffentlichte erste eigene Texte und stand in Verbindung mit Künstlern und Philosophen, insbesondere dem sog. „kosmischen Zirkel“ um Stefan George mit Ludwig Klages, Alfred Schuler und Karl Wolfskehl. Zu Rainer Maria Rilke, Frank Wedekind, Erich Mühsam u. a. gab es Verbindungen, die Reventlow als kulturelles, durchaus aber auch erotisches Netzwerk knüpfte. Im Herbst 1910 übersiedelte sie nach Ascona, wo ihr bekanntester Text, „Herrn Dames Aufzeichnungen oder Begebenheiten aus einem merkwürdigen Stadtteil“ (1913), entstand. Am 26. Juli 1918 starb Franziska zu Reventlow in Locarno an den Folgen eines Fahrradsturzes.

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